2008/12/21

so siehts aus.

manno mann, ich hab ja hier schon lange nichts mehr hinterlassen. tragisch. nun gut, dann kommt hier sagen wir mal eine aktualisierung des moments.
komme gerade vom gottesdienst, naja, ist schon ne stunde her. hatte heute die moderation, war easy, keine besonderen vorkommnisse. schenkte unsrem gastredner ein deospray, weil ich dachte, es könnte zum thema passen. er nahm es dankend an und benutzte es sofort nach der predigt. 
jetzt bin ich zuhause und ... nein, verrate ich nicht, ähm ich kümmere mich um weihnachtliche ergüsse. voll nervig, die letzte zeit, ich hatte kaum stress und war einigermaßen entspannt, habe erst gemerkt, dass dezember ist, als ich nen adventskalender an der tür hatte. was wollte ich sagen jedenfalls haben gerade so wenige leute zeit! komisch.
mein liebster verweilt seit mittwoch in china für drei wochen, tobt sich an seinem cello aus. ich denke mal, es geht ihm gut, denn gehört habe ich noch nichts von ihm.
in bälde reise ich gen süden, verweile dann bei meiner familie im guten alten hometown...
so siehts aus. und bei euch so?
jude

nachdenkliches und witziges.

Humor ist für das Leben, was Stoßdämpfer für das Auto sind.

Männer, die behaupten, sie seien die Herren im Haus, lügen auch bei anderen Gelegenheiten. Wilhelm Busch

Ein Augenblick der Seelenruhe ist besser,
als alles, was du sonst erstreben magst. Aus Persien

Eine glückliche Ehe ist eine, in der sie ein bisschen blind und er ein bisschen taub ist.

"Ich habe nichts anzuziehen", rief seine Frau dem über ein Manuskript gebeugten Jack London zu. Er antwortete, ohne aufzublicken: "Dann hüll dich in Schweigen."

Zu viele Kirchenbesucher singen „Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen“, während sie selbst nur auf den Bänken sitzen.

Der Maßstab eines Menschen ist nicht, wie groß sein Glaube ist, sondern wie groß seine Liebe ist.

Verpasse nie die Gelegenheit, deinen Mund zu halten.

Wer nie jagte und nie liebte,
nie den Duft der Blumen suchte,

und nie beim Klang der Musik erbebte, ist kein Mensch, sondern ein Esel.


2008/12/03

unsichtbar aus liebe?

gestern abend unterhielt ich mich mit einem freund darüber, wie schwer/doof/herausfordernd es ist, dass man gott nicht sehen kann. seine antwort brachte mich zum nachdenken: "wir würden es gar nicht aushalten." kein ganz neuer gedanke okay, aber wir spannen ihn weiter.
was würde passieren, wenn wir gott sehen könnten? würden wir vielleicht alle automatisch niederfallen, um anzubeten? würden wir, damit meine ich die ganze menschheit, vor ehrfurcht zitternd, anbetend, taumelnd niederfallen? weil gott einfach mal so krass groß ist?
und wenn diese annahme stimmt, warum macht gott das dann nicht einfach?
vielleicht ist das wie mit den ausbleibenden wundern: gott will um seiner selbst willen geliebt werden. sicherlich könnte er jeden menschen zwingen, ihn zu lieben, indem er einfach mal ein paar krasse sachen in seinem leben veranstaltet. aber das macht er äußerst selten.
weil er an unsere freiwillige liebe appelliert? weil er nicht von menschen geliebt werden will, weil sie gar nicht anders können? sondern weil sie einen schimmer ahnung von seiner größe, allmacht, liebe, etc. haben und deswegen glauben und vertrauen, dass hinter diesem schimmer ein großes licht, ein großer gott steht?
so kommt weihnachten doppelt erbärmlich -für gott - daher. er kommt nicht als großartiger herrscher auf die erde, sondern als gott in menschengestalt. appellierend an die freiwillige liebe.
krass, oder?



2008/12/02

der adventsjesus

Man sagt: 
Es ist Advent. Jesus kommt.
Wir warten auf seine Ankunft. 
Mit Plätzchen und Kerzenschein.“

„Komisch. 
Ich dachte immer, er sei schon da. 
Ist er denn zwischen drin mal weggegangen?“

„Ja, aber wieder gekommen.
Also als Heiliger Geist.
Also schon als Jesus in uns.“

„Und wo ist der Jesus denn jetzt?
Wo kann ich ihn finden?
In der Kirche?“

„Nee, da nicht.
Da hat er keinen Platz. 
Er ist nicht so gut fürs Image.
Und passt auch nicht zum Style.
 

Er ist da drüben.
Bei dem Penner.
Und bei den Kids aufm Sportplatz.
Auf die pinken Partys geht er auch.
Und isst gern beim Dönermann. 

Den Christen isser zu krass. 
Die haben inzwischen einen anderen Jesus.“

2008/11/22

froh.dankbar.



oh mann, ich bin so froh. komme gerade zurück von marburg und: wir hatten keinen unfall. es war schnee, aber wir haben die straßensperrung umfahren und als wir ankamen, standen auch keine autos mehr quer... 
waren nicht mal viel länger unterwegs als normal. voll gut.
bin saumüde, deswegen ist mein wortschatz etwas beschränkt, mein hirn noch lange nicht!!!
hatte mentoring seminar heute, mein vorletztes, yeah!!! dann noch schön die hausaufgaben machen und dann gibts nen schein. schön, oder?
bin in aller müdigkeit dankbar für die woche, wir hatten nämlich 24-7-gebetswoche bei uns im kraftwerk. war/ist ne coole zeit, nicht dass ich das event an sich hypen will, nein. aber ich wünsche mir, dass diese woche einfach nen anstoß gibt zum beten, begeisterung und sehnsucht weckt in uns. für gott. so.

2008/10/28

das brezzzzelt!


heute bekam ich ein lustiges bild von einer freundin zugeschickt, das will ich euch nicht vorenthalten. ich weiß jetzt, warum niemand seine brezel an den ohren hat, sondern im mund: für die ohren sind sie zu schwer und im mund sehr lecker ;-)))
das busfahrer fand das wohl auch...
jude

2008/10/26

fertsch...

gerade liegt ein gottesdienst hinter mir, in dem ich predigte und im vorfeld bei der show der talentfabrik mitmachte. das ist ja eigentlich nicht anstrengend, doch ich bin kurz vorm umfallen.
heute morgen fuhr ich ahnungslos 9.21uhr in marburg los. dort war am wochenende jugendtreffen und ich hielt ein seminar. die nacht war kurz, denn ich habe viele gute alte freunde aus bibelschulzeiten getroffen und das zusammensein echt genossen. es war sooo cool. tat saugut.
zu wissen, dass man nicht der einzige berufschrist auf der welt ist und auch andere ähnliche oder gar dieselben herausforderungen meistern müssen.
kurz vor dem umstieg in eisenach kam es dann auch bei mir an, dass heute alle ICEs ausfallen. schön.
wäre alles nach plan gelaufen, wäre ich 15uhr in dresden gewesen und dann ins kraftwerk hochgefahren. so aber war ich 17uhr in dresden (da fängt im KW der gottesdienst an) und dank christoph dann kurze zeit später auch oben in der halle.
unterwegs schrieb ich noch meine predigt, was dazu führte, dass ich zum ersten mal mit rechner auf der bühne stand. naja.
gut aber, dass ich immerhin stand, denn ich dachte "heute falle ich zum ersten mal um." was aber nicht geschah. irgendwoher kam kraft und power (ist ja eigentlich dasselbe) und dann gings auch. 
danke.

2008/10/22

talent fabriziert

es ist vollbracht!!! nach kurzer schwangerschaft wurde unser baby "talentfabrik" geboren und erblickte das licht der welt. ein bisschen klein, dafür familiär mit fünf bis neun teilnehmern bin ich größtenteils sehr dankbar für den verlauf. sicher, manches muss beim nächsten mal besser laufen, aber immerhin: es wird ein nächstes mal geben.
zumindest haben einige der teens schon danach gefragt und meinten, dass die werbung ja besser laufen müsste. dass das ja noch mehr leute wissen sollten.
ich bin dankbar für das team, was sich super auf die neue situation eingestellt hat.
und ich fühle mich unheimlich erleichtert, dass es rum ist und gut lief und dass mein bett nicht mehr weit ist...
achso, ich hatte das vergnügen, selbst an einem workshop teilzunehmen, und laufe deswegen rum wie eine ente, die zuviel fußball gespielt hat. wenn ich mit hinsetze, muss ich mich erstmal abstützen, so dolle ist der muskelkater. aber es hat sauviel spaß gemacht!!! 
oben auf dem foto sind die jungs und ich vom breakdance- workshop. sie waren offensichtlich begeisterter vom sprung als ich.
unsere show für die präsentation am sonntag lautet heißt klo-show.
nein, es war nicht meine idee, wirklich nicht!!! der name kommt vom ende des liedes, auf das wir tanzen, weil man da eine klospülung hört. wir haben diesen akzent selbstverständlich choreographisch umgesetzt ;-)) ohne scheiß! also wirklich ohne scheiß :-)
la jude fatiguée

2008/10/14

isses wirklich so schlimm?

morgen gehts wieder in die schule. erwarte den tag mit einer gewissen spannung nach dem letzten donnerstag. ich bin wirklich gespannt, wie die kids reagieren...
ich rechne mit: ignoranz, dummen sprüchen "ach die...." und bösen blicken.

aber es ist egal. denn es hat nichts mit mir zu tun. mich hat der letzte donnerstag echt aufgewühlt, aber das war gut. er hat mich zum nachdenken angeregt über das, was dahinter steht...
vielleicht ein hilferuf? vielleicht spiegeln die kids nur das wider, was man ihnen entgegen bringt? vielleicht ist einfach so viel wut über den fehlenden vater, die trinkende mutter oder sonstiges elend in ihnen, dass sie mit der liebe und wertschätzung einfach nicht umgehen können? vielleicht steht die frage dahinter "liebst du mich, auch wenn ich scheiße zu dir bin?" 
oder sie kotzen einfach ab, weil jemand ihnen grenzen aufzeigt, die sie nicht kennen. ich meine, wer verbietet ihnen denn sonst versaute sprüche, abwertende bemerkungen und respektlosigkeit??? 
welches vorbild hat schon werte?
gut.
ich will nicht alles schlecht machen, nicht nur schwarz malen.
denn es geht uns gut in der schule! wir werden nicht (mehr) verleumdet, wir haben einen schulleiter, der hinter unsrer arbeit steht, man vertraut uns inzwischen.
wir werden von den schülern nicht beklaut, unsere fahrräder werden nicht beschädigt, wir werden nicht tätlich angegriffen, wir werden nicht mit gegenständen beworfen. unser schulclub wird nicht beschädigt und ROT wird respektiert. 
ROT heißt, dass man gehen muss, das feld räumen muss.
es geht uns wirklich noch gut.
"denn dafür arbeiten und kämpfen wir, weil wir unsere hoffnung auf den lebendigen gott gesetzt haben...."
betet mit uns zum herrn für unsere schule. ich hab sie lieb, wieviel mehr jesus.
jude

der schönste ;-)




am wochenende gabs ne kleine fotosession und ich kann nur sagen:
jaaa, der mann ist auch in echt so schön ;-)))
und vergeben!
la jude

2008/10/13

dissen und pissen

seit sonntag nacht, also gut eine woche bin ich ja schon wieder in dresden.
und diese woche hatte es in sich...
keine ahnung, was gerade los ist, in unserer schularbeit gehtz jedenfalls gerade ziemlich ab.
die kids sind echt anstrengend, fordernd, extremst provozierend.
ich komme eigentlich gut mit den kids zu recht, habe meine linie, die ich fahre und bin ja auch einiges gewöhnt - nach vier jahren schule.
was ich jedoch in dieser form nicht kenne, ist, dass wir vom schulteam als mitarbeiter beleidigt werden. mir ging es diesen donnerstag das zweite mal so, dass ich auf ganz miese art gedisst wurde, nachgeäfft, sie sinnlos mit mir rumdiskutierten (ich habe mich dummerweise darauf eingelassen) und sie sich dann weigerten, den schulclub zu verlassen, als ich sie dazu aufforderte.
kann das alles schwer beschreiben, was los war, jedenfalls saßen wir danach noch eine stunde länger als sonst, redeten und notierten, überlegten, was zu tun ist.
das gute daran ist: wenn wir soviel gegenwind bekommen, dann hat wohl einer angst.
anstrengend ist es trotzdem!!!
vom 20.-22.10. starten wir ein kleines dreitägiges projekt speziell für jugendliche in unserer halle und sind gespannt, wie es angenommen wird.
mehr dazu auf der homepage des kraftwerks und hoffentlich dann auch auf meinem kraftblok.
guuz nächdle.
la jude

2008/10/04

oktoberfest :-))




gestern, am tag der deutschen einheit versammelten sich die gäste von hans martin und moni in der walzbachtaler steighalle, wo auch gern mal die kleintierzüchter ihre ausstellungen machen, zum zünftigen 50iger geburtstag. steffi, meine freundin und schwägerin (optimale kombination:-)), hatte uns dirndls organisiert und ach du scheiße, die passten auch noch.
naja, war schon ein komisches gefühl, in so nem komischen kleid den ganzen abend rumzulaufen, zu tanzen usw. unsere gastgeber hatten ein klezmerquartett mit fünf musikern (!) eingeladen, die charmant und gutgelaunt für stimmung sorgten.
meine frage dazu: wie tanzt man in dirndl und hochhackigen schuhen, die ich gestern bei meinen eltern zuhause im keller fand, zu dieser musik? wir tanzten irgendwie und ich musste feststellen, dass dirndls wirklich sehr warm sind, v.a. wenn man tanzt :-))
zuhause fielen dann aus der bluse des dirnds massenweise maiskörner heraus, die während unserer maiskornschlacht wohl darin gelandet waren. es war alles in allem ein sehr gelungener abend, auch wenn unser benehmen nicht altersentsprechend war - oder vielleicht gerade deswegen?
:-)


2008/09/30

"generation protestlos"

gestern abend war ich mit einer freundin im kino, in "der baader meinhof komplex", ein film über die RAF. 
sehr brutal, viele tote, kopfschüsse, selbstmorde, explosionen, viel gewalt. aber auch viel idealismus, kampfgeist und gute, berechtigte motive. was mich bewegte war, dass die situation damals nicht viel anders ist als heute. amerika führt mal wieder gegen irgendein land krieg, israel hat die gleichen feinde wie heute auch, die armen finanzieren den reichtum der reichen...
auch wenn ich die gewalt und vieles andere im protest der RAF absolut nicht (!!!) gutheiße, immerhin: sie haben was getan. sie haben protestiert, sie haben unrecht angeprangert.
und ich frage mich, was wir heute damit machen. die kinder in armen ländern produzieren noch immer meine nike-schuhe. ich kaufe mir immer noch mehr, um noch mehr zu besitzen, versuche meine zukunft abzusichern und schaue zu.
schaue der ungerechtigkeit einfach zu. kaufe vielleicht meine fairtrade- schokolade und den fairtrade-kaffee, aber viel mehr geht auch nicht.
okay, ich bin beschäftigt, habe zu tun, bin ausgefüllt mit meiner arbeit...
und habe mich außerdem schon lange an die zustände gewöhnt. dass es uns eben gut geht und anderen nicht...
wie politisch sollen wir sein? wie unpolitisch?
keine ahnung, bin immer noch aufgewühlt...
jude

2008/09/27

von arm an reich...

habe bei auf einem blog einen sehr herausfordernden text gefunden, den ich euch nicht vorenthalten möchte. ist zwar an die vereinigten staaten adressiert, aber ich denke mal, wir können uns da genauso angesprochen fühlen als deutsche.
August, 2008

TO THE CHURCH IN THE UNITED STATES

As the Church of the Lord in what is known as the “Southern” part of the world, moved by the Holy Spirit to fight for the abundant life that Jesus Christ offers, we address our Christian family in the United States, a Church of the same covenant, faith and love. Grace and Peace to all of our brothers and sisters.

We know your works of love; these works have allowed millions of human beings for many generations in our countries in the South to receive the gospel, the Grace of Jesus Christ and the power of His Salvation. The U.S. church’s untiring missionary effort planted in our lands Hope in Him who came to reconcile EVERYTHING.

Nevertheless, the political, social and economic situation in the places where this hope has been announced is increasingly distressing. Millions of people in the global South are dying of hunger, violence and injustice. These situations of poverty and pain are not simply the product of the internal functions of our countries; rather they are the results of the international policies of the governments that wield global power.

Therefore, we have this against you, brothers and sisters, that along with this powerful announcing of the Gospel, the Church from the United States has not also raised its voice in protest against the injustices that powerful governments and institutions are inflicting on the global South - injustices that afflict the lives and ecosystems of millions of people who, centuries after the proclamation of the Gospel, still have not seen the sweat of their brow turned into bread.

The worsening inequality and poverty in the South is alarming. Seven years since the United States and 191 other nations publicly promised to cut extreme global poverty in half by the year 2015 through the eight Millennium Development Goals (MDGs), your country has made only a little progress towards fulfilling its commitments.

The MDGs should stir us to action because they echo the calls of the biblical prophets for justice and equity. Further, they are achievable and measurable markers on the roadmap to end extreme global poverty.

And so we ask you as sisters and brothers, citizens of the wealthiest most powerful nation on earth, to publicly challenge your candidates and political leaders – now and after the elections are over - to lead the world in the struggle to cut global poverty in half by 2015. If you who know the Truth will not speak for us who will?

The Church in the United States has the opportunity today to be faithful to the Hope that it preaches. We urge you to remember that the Hope to which you were called as a messenger demands that you seek first the Kingdom of God and God’s justice.

Out of love for us, the global Church, in holiness, use your citizenship responsibly for the benefit of the entire world; it is for this very reason that the Lord poured out His life on the Cross.

All who have ears, let them hear what the Lord says to His Church.


Ndaba Mazabane
President
Association of Evangelicals in Southern Africa

Bishop Gerry Seale
General Secretary/CEO
Evangelical Association of the Caribbean

Dr. Richard Howell
General Secretary
Evangelical Fellowship of India

Rev Moss Ntlha
General Secretary
Evangelical Alliance of South Africa

C. Rene Padilla
President
Kairos (Peru)

Pastor Owen Isaacs
General Secretary
Evangelical Fellowship of Botswana

Bishop Efraim Tendero
President
Philippine Council of Evangelical Churches

Rev Heng Cheng
General Secretary/CEO
Evangelical Fellowship of Cambodia

Bishop Paul Mususu
Executive Director/CEO
Evangelical Fellowship of Zambia


Rev Bambang Semedi
General Secretary
Southern Part Sumatera Christian Church

Dr. Reynaldo R. Avante
National Coordinator
Micah Challenge Philippines

Bishop Mano Rumalshah
Bishop
Diocese of Peshawar (Pakistan)

Alfonso Weiland
Co-founder
Paz y Esperanza (Peru)

Erika Izquierdo 
Paz y Esperanza (Peru)


Lawrence Tempfwe
National Facilitator
Micah Challenge Zambia

Rev Joe Simfukwe
Principal
Bible College of Central Africa

João Pedro Martins
National Coordinator
Micah Challenge Portugal

Rev Soleman Batti
Chairman
The Toraja Church (Indonesia)

Rev Untung S.K. Wijayaputra
President
The Toraja Mamasa Church (Indonesia)

d’Karlo Pyrba
Director
YABIMA Foundation (Indonesia)

Semuel Takajanji
Director 
Kuda Putih Sejahtera Foundation (Indonesia)

Rev Iskandar Saher
Executive Director
Center for the Development of Holistic Ministry (Indonesia)

2008/09/18

studere (lat.)

wir haben verlernt, die augen auf etwas ruhen zu lassen.
deshalb erkennen wir so wenig.
jean giono

studere kommt aus dem lateinischen und bedeutet: (nach etwas) streben, sich (um etwas) bemühen.
studium ist lait wikipedia die "intensive (meist wissenschaftliche) Auseinandersetzung mit einer Sache, einem Sachverhalt.
beim studium kann ich zwei bereiche studieren, zum einen das geschriebene wort, bücher. zum anderen ereignisse, erfahrungen, die natur.

wenn ich im geistlichen sinne studiere, dann gibt es da vier schritte:
1. wiederholung
wiederholung macht sinn, weil...
sie ein gutes mittel ist, damit bloßes wissen zur handlung wird. zum selbstverständnis zur wahrheit. sie hilft uns, gute gedanken, gottes gedanken einzuüben. gute gewohnheiten einzuüben.
und schließlich verändert sie uns.
im sport passiert folgendes: "wird eine handlung oft genug wiederholt, so merkt sich das gehirn den bewegungsablauf und delegiert es an den teil des gehirns, der für unsere gewohnten und unbewussten tagesabläufe zuständig ist..."
es macht sinn darauf zu achten, mit welchen inhalten wir uns regelmäßig umgeben, denn sie werden uns prägen und werden zu wahrheit in unserem leben.
2. konzentration
konzentration ist fokussierung. wer sich mit fotografie auskennt, weiß, wenn ich einen starken zoom habe und etwas fokussiere, wird alles andere unscharf.
genauso bei der konzentration. wenn ich mich gedanklich auf eine sache, einen menschen konzentriere, mich darauf einlasse, wird für diese zeit anderes unwesentlich. 
kinder, die nicht filtern können zwischen dem lehrer, der etwas erzählt und der spinne am fensterrahmen, haben große probleme in der schule.
konzentration bedeutet: eine sache fokussieren, die andere weglassen.
3. verstehen
verstehen ist mehr als wahrnehmen, verstehen heißt, dass man hinter das vordergründige, das offensichtliche sehen kann und die zusammenhänge erkennt.
der AHA- effekt, wenn man eine formel in mathe versteht, wenn einem endlich ein licht aufgeht.
sinnlichere worte für verstehen: be-greifen, er- fassen.
4. reflektieren
nur wer reflektiert, kann sich verändern. der blick aus einer gewissen distanz schafft oft mehr klarheit, als wenn man mitten im geschehen ist. wenn ich im flugzeug sitze, sehe ich plötzlich die struktur einer stadt, den flußlauf, das gesamtbild einer landschaft.
erst dann, wenn ich mir erlebtes bewusst mache, nachsinne über gelesenes, werden dinge klar, kann ich daraus lernen, sie anwenden.

warum ich das alles schreibe? 
gestern abend hatten wir hausabend und studium ist eine der zwölf geistlichen übungen. mich hat es begeistert, euch vielleicht auch?!

2008/09/08

tanzen...

dieses wochenende war in berlin.
hatte mich zu einem tanzworkshop der schule pro-stage angemeldet, weil ich den stil anderer lehrer kennen lernen wollte und eine erweiterung meines kleinen tanzhorizonts wünschte. die erwartungen wurden nicht enttäuscht.
unsere abenteuerliche übernachtung im wunderschönen reinickendorf im keller eines weit entfernten bekannten von katha, die mit war, konnte uns nicht davon abbringen, die zeit zu genießen.
was mich an meinem lehrer am meisten begeisterte, war, wenn er weisheiten des tanzens zu weisheiten des lebens machte.
beispiele: 
warum ist es gut, wenn ich auf beiden seiten ein rad schlagen kann? weil jeder unterschied, den wir akzeptieren, ihn noch größer werden lässt.
der sinn des unterschied ist, dass die eine seite (bei mir die rechte) von der anderen seite, die es besser kann, lernen kann.
warum ist der focus bei einer drehung wichtig? weil ich da ankommen werde, wo ich hinschaue.
wenn ich in meinem leben meinen blick auf das richte, wo ich ankommen will, werde ich es (viel besser) schaffen. es macht sinn, sich ziele zu setzen.
passend dazu stand in meiner bibellese:
"when christ is the center of your interests, life will be in focus."

soviel weisheit. wünsche mir, dass das in meinem leben mehr realität wird.

2008/08/21

zu jung gewesen... teil II

komme gerade von der beerdigung. naja, nicht direkt. 
war noch mit einigen aus meiner alten klasse was trinken. reden, berichten, was man heute so macht und von erlebnissen mit chrissi erzählen, darüber lachen, in traurigkeit versinken, weiterreden.
die beerdigung an sich war mit cabrio- wetter gesegnet, leider nicht mit einer guten predigt.
wer weiß wie man es besser machen könnte... 
der pfarrer redete wie beim militär, bellen wäre besser. ohne struktur erzählte er einiges über den verstorbenen, plädierte für lernen in der schule, redete von einem gott, den man fürchten muss, dass man kind gottes via taufe wird, etc.
schade.
neben dem allen bin ich erschüttert. er war einfach noch so jung. als mein opa starb, hatte ich nebem dem verlust ein JA, weil ich wusste, dass er sein leben gelebt hat.
aber bei chrissi? ich kann es nicht verstehen...

2008/08/20

ungerecht!!!

kennt ihr das?
das man vor wut über einem selbst oder anderen widerfahrende ungerechtigkeit am liebsten die wände hochgehen würde? einem aber die hände gebunden sind, weil, wegen und so?
ich erlebe das gerade bei mir sehr lieben und nahestehenden menschen und es tut mir in der seele weh, verspüre sogar rachegelüste, würde die betreffenden personen am liebsten durchschütteln, tendiere dazu, mich genau so zu verhalten. und frage mich, wie man als christ so handeln kann, wie diese es tun?
und frage mich, wie ich als christ jesusmäßig reagieren kann?
um ehrlich zu sein, bin ich gerade wütend und ratlos.
wobei wütend nur bedingt zutrifft. fassungsloses entsetzen ist schon auch dabei. irgendwie komisch.

2008/08/19

zu jung gewesen...

momentan bin ich gerade im wilden süden bei meiner familie.
vergangene woche erreichte mich der anruf einer alten schulfreundin aus realschulzeiten, die mir mitteilte, dass chrissi aus meiner alten klasse tödlich verunglückt ist.
eine sportwagenfahrt, zu schnell gewesen, im krankenhaus mit schwersten verletzungen und ... hat es nicht gepackt.
habe die letzten tage mit freunden geredet, die noch bis vor kurzem mit ihm unterwegs waren. er war ein lebensfroher, lustiger typ mit ganz eigenem charakter. gestern abend erzählten wir, eine freundin und ich, uns von erlebnissen, die wir mit ihm hatten.
ich kann es noch gar nicht so richtig begreifen, und auch wenn wir die letzten jahre nichts miteinander zu tun hatten, beschäftigt es mich. meine letzte begegnung war vor ein paar jahren bei uns im ort auf einem parkplatz neben seiner alten arbeitsstelle. keiner von uns hatte damals damit gerechnet, dass wir uns zum letzten mal sehen.
und ich frage mich auch, ob er irgendwie vielleicht doch noch was mit gott zu tun hatte, ein erlebnis, ein gespräch, irgendwas....?
die hoffnung stirbt zuletzt.



2008/08/13

gedanken - waschmaschine teil II

mir fallen noch mehr dinge ein, über die ich gerade nachdenken muss.
durch die vielen grenzerfahrungen im camp bin ich gott wieder näher gekommen.
meine erste predigt handelte von "glaube, der im koma liegt" , v.a. von meinem eigenen. anscheinend schien es vielen so zu gehen, und gerade die menschen mit kindern wirkten oft so beschäftigt und gestresst. ich frage mich seither, ob familie und leidenschaftliche gottesbeziehung sich ausschließen? ob man mit kindern automatisch weniger interessiert  daran ist, reich gottes zu bauen? das ist eine frage aufgrund einer beobachtung, keine kritik.
sicher ist es schwerer, da die sorgen des alltags - so erklärte es mir eine mama am beispiel des vierfachen ackerfeldes - einen schnell erdrücken können. und wieder bestätigte sich der verdacht, dass der teufel sich freut, wenn wir mit sorgen, problemen, geld scheffeln fürs eigene haus, karriere machen, etc. so beschäftigt sind, dass wir für gott und die verlorenen "keine zeit" , keine ressourcen, kein interesse (!?) mehr haben. 
"ablenkung" lautet dieser plan. oder vielleicht götzendienst? laufen wir dem gott geld hinterher?
und dem, was damit verbunden ist?
sorgen wir uns wirklich an erster stelle um gottes reich und dann erst um den "gott mammon"? jesus schließt eindeutig aus, dass wir beiden göttern dienen können. entweder oder. es gibt keinen kompromiss.
was nicht heißen soll, dass geld verdienen schlecht ist. das schlechte ist, wenn wir gott dabei aus den augen verlieren. wenn die prioritäten verrutschen. das geht schneller als wir denken.
weiß ich aus eigener erfahrung.

gedanken-waschmaschine

sonntag kam ich vom camp zurück und stieg in meinen urlaub erstmal mit einer fetten "erkältung all inklusive" ein. gestern schlief und schwitzte ich mir dann meine erschöpfung aus, heute gehtz schon wieder besser, ich bin nach dem mittäglichen frühstück erstmal zur putzigen hausfrau mutiert. die küche erstrahlt in sauberkeit, die waschmaschine läuft und ich denke und denke und denke....
vom 4.-10.8. war unser gemeindecamp. und ich zum ersten mal sehr verantwortlich und involviert in alle organisatorischen und inhaltlichen abläufe. wurde mit mir selbst und mit meinen kraftwerkern konfrontiert, mit meinen grenzen und reaktionsmechanismen und mit denen der anderen. in einem moment  fühlte ich mich wie im kindergarten oder in einer schafherde (aaah, deswegen heißen gemeindeleiter also hirten!), war sauer auf alle und wollte keinen sehen. im anderen moment war ich berührt von unser aller verletztheit und bedürftigkeit, war überwältigt vom überdimensionalen einsatz einzelner. dann fühlte ich mich in frage gestellt, zum einen weil ich es selbst tat, zum anderen durch reaktionen meiner mitgeschwister. dann wieder handelte ich "professionell" und reflektierte, was man besser machen könnte, wo kommunikation besser laufen konnte, ich reagierte schnell und intuitiv und überrannte vielleicht manchen?
keine ahnung, in mir sind so viele gedanken, so vieles muss verarbeitet werden. ich bin dankbar für diese anstrengende zeit, denn ich merke schon jetzt, wie sich mein bild von leiterschaft weiterentwickelt, ich wertvolle impulse bekommen habe - durch handeln, fehler machen, es besser machen... vielleicht.

2008/08/04

freakstock!!!



jippieh!!! nach den verregneten vorjahren hatte ich dieses jahr entschieden, nicht aufs freakstock zu fahren. je näher es heran rückte, je wehmütiger wurde ich. schade. hab es vermisst.
dann vor ein paar tagen gab es die option doch noch mitzufahren. 
so war ich gestern dann immerhin ein paar stunden auf dem freakstock und habe gaaanz viele liebe menschen getroffen! voll cool. 
der anlass war leider eher traurig. christoph muss gesundheitlich bedingt aus der band aussteigen und spielte sein letztes konzert mit dem projekt, was ich nicht verpassen wollte, ist (und bleibt) er doch der schönste und beste rocker :-)) 

2008/07/26

österreich




fast überstürzt, immerhin aber spontan gings am dienstag nachmittag gen österreich. christophs familie machte dort gerade urlaub mit bekannten und wir mieteten uns frecherweise für ein paar tage ein. 
leider war das wetter nicht gerade der hammer, erst als wir fuhren, erschwerte uns strahlender sonnenschein den abschied. immerhin waren wir im schwimmbad, auf der sommerrodelbahn, in salzburg, haben extrem lecker gegessen und waren heute noch in einem gebirgsfluss baden. 
puh, kalt!
es tat gut, rauszukommen, viel natur und ruhe zu genießen, nicht über arbeit nachzudenken. wegen mir hätte es noch eine weile andauern können...
jetzt bin ich wieder in dresden, genieße das schöne wetter und stürze mich in die campvorbereitung, denn in einer guten woche gehts dann gen berlin auf die gemeindefreizeit :-))

moritzburg

die tage in moritzburg waren echt sehr entspannt und trotzdem intensiv. 
unser bungalow, ein besonders luxusfreies exemplar, hatte ein außenklo mit glastür! das wurde gleich zu beginn mit bildern aus zeitschriften und einer papierwand blickdicht gemacht.
die zeit war gefüllt mit gemeinsamem kochen, viiiel freizeit, zeiten mit singen und thema, spielen, einer drei-DVD-am-stück-session, einem ausflug ans schloss moritzburg.
das wetter war nicht gerade sonnig, aber wir hatten echt eine gute zeit und ich hoffe mal, die mädels haben was fürs leben und die seele mitgenommen.

2008/07/15

aufbrechen und ankommen

morgen früh gehtz los.
wir fahren mit unsren mädelz von café cappuccino nach moritzburg. zu acht haben wir einen bungalow und werden uns mit obigem thema befassen, zeit haben, essen, feiern, chillen, über gott und die welt reden, ...
heute ging schon mal das auto kaputt, was wir uns für die fahrt ausgeliehen hatten. ich selbst bin gerade noch sehr müde vom gemeindegeburtstag am vergangenen sonntag...
danke, wenn ihr blogleser ein gebet abschickt für uns als team und für die mädels. dass wir bewahrt werden und in ihrem herzen gutes geschieht...
jude

2008/07/03

was ist dein name?

wie heißt du?
was ist dein name?
wer bist du?
was ist dein lebensauftrag?
wozu bist du hier?

vielleicht kennen manche von euch die geschichte von jakob, der mit gott ringt und nicht damit aufhört, bis gott ihn segnet. gott segnet ihn aber nicht nur, er gibt ihm auch einen namen.
eine bedeutung.
in dem buch von paolo coelho "der fünfte berg" beschreibt der autor, wie der prophet elia die bewohner seines zerstörten dorfes beauftragt, sich selbst einen namen zu geben. einen namen, der das beschreibt, wer sie sind und welchen auftrag sie für sich sehen.
er selbst gibt sich den namen "befreiung", ein junge, den er das schreiben lehrte "alphabet", ein alter mann "weisheit". jeder nach dem, was er kann und ist. was ihn bewegt und ausmacht.
wir sind ja nun nicht in der lage, uns einen rufnamen auszuwählen und uns "befreiung" zu nennen. das würde der standesbeamte sicher nicht zulassen ;-)))
wir haben einen namen bekommen, mit klang und bedeutung, die uns vielleicht gefallen, vielleicht auch nicht.
mal angenommen, du könntest wählen. was würdest du über dein leben schreiben? welchen namen würdest du dir geben? was würdest du wollen, dass die menschen nach deinem tod über dich sagen?
ich glaube, dass wir wählen können, welchen namen, wir uns geben und welche bedeutung unserem leben. denn ich denke, dass gott uns mündig sein lässt, um zu entscheiden, wie wir das was wir erleben, deuten - über die umstände hinaus.
und es ist so, dass meine grenzen nicht die seinen - die göttlichen - sind. ich orientiere mich meist an den meinen, jedoch sind die seinen die maßgeblichen. das sollten wir, insofern wir an gottes größe glauben, nicht vergessen.
was ist dein name?

2008/06/26

check da site >> Kraftblok ist online!!!

was lange währt wird endlich geil!
checkt meinen neuen blog auf der kraftwerk seite!
ihr findet ihn hier
vor meinem fenster toben die fans und freuen sich des EM siegs. wollen wir hoffen, dass sie bald schlafen gehen, denn es ist inzwischen 1:25uhr!
bis denne und gute nacht.

2008/06/24

unsere community - die A30!!!
























und... einsatz!!!

einen einsatz der besonderen art hatten wir heute morgen als A30(alaunstr.30) community.
lebensgemeinschaft wollten wir unserer stadt gutes tun und haben einfach mal bei der polizei angefangen :-)) 
in der dresdner neustadt gibtz ja immer genug zu tun...
gerade war die BRN , bei der es immer viel arbeit und g
enug ärger gibt und wir hatten als bewohner schon mit der polizei zu tun, als die überwachungskamera vor der scheune und gegenüber von unserem haus installiert wurde -  wegen sachbeschädigungen, prügeleien, etc.
hier ist die polizei sagen wir mal, nicht gerade besonders belie
bt, und wir wollten als hausgemeinschaft und als christen einen gegenakzent setzen. so rief christian an und vereinbarte einen termin...
das war heute! natürlich sind uns die kuchen angebrannt u
nd gab es sonst noch genug aufregung... als wir ankamen, warteten sie schon: die polizisten bei der dienstbesprechung und die presse. wir stellten den kuchen ab, überreichten das dankeschön-plakat und christian hielt noch eine kurze rede. und die haben sich echt gefreut!!! und sich richtig zeit genommen!!! nach eineinhalb (!!!) stunden sind wir dann wieder nach hause. 

"suchet der stadt bestes, (...) und betet für sie zum herrn, denn wenn's ihr wohl geht, so geht's auch euch wohl."

2008/06/12

wechselbäder

alles bleibt immer nie so wie es manchmal selten war.
weil ich veränderungen mag und brauche, musste mal wieder ein neues layout her. 
ich ändere gern meine haarfarbe, blieb bisher längstens zweieinhalb jahre an einem arbeitsplatz und brauche auch sonst immer mal was neues.
im moment schreibe ich sehr selten, weil ich einfach nicht dazu komme. 
früher... 
waren das meine abendlichen entspannungs-spaß-einträge. heute falle ich abends meist sehr spät sehr k.o. ins bett, den kopf voller bloguntauglicher, aber durchaus meine einschlaffähigkeit beeinträchtigender gedanken.
ja, es ist gerade echt viel los, so als ob man auf einmal zehn projekte hat, die man parallel betreuen und initiieren muss. da fallen mir dann abends im bett noch aufgaben ein, die ich vergessen habe, langfristige planungen sind relativ kurzfristig veränderbar, zu deutsch nur eingeschränkt möglich.
d.h. es kann sein, dass auf einmal in der woche doch alle abende voll sind, obwohl ich es nicht will, aber es lässt sich nicht anders machen, weil da immer noch so ein rattenschwanz dran hängt. da komme ich strukturjunkie öfter mal ins straucheln.
vor einigen tagen bin ich morgens aufgewacht und hatte schon wieder hundert aufgaben im kopf, was ich alles erledigen muss und dazwischen fragen wie
verzettle ich mich gerade?
mache ich überhaupt das, wozu ich angestellt wurde?
sind meine projekte innovativ genug oder verlaufen sie im sand?
was muss ich für den termin etc. noch bedenken?
mache ich noch das, was mir auf dem herzen brennt?
da kann man schon mal pirouetten im gehirn drehen und sich verknoten, den überblick verlieren, und die entspannung sowieso.
hab dann mal meine bibel aufgeschlagen und da standen dann so sachen wie
>> gott hat meine guten taten schon vorbereitet.
>> das wichtigste ist, dass gott mich liebt.
>> es geht um jesus.
>> jesus geht voraus, ich nur hinterher.

ja, wer hätte das gedacht! es geht um jesus! und um nichts anderes. wie entspannend, dass ich bei ihm hinterhergehen darf, wo ich sonst vorausgehen soll - denke ich zumindest.
naja.
heute war mein erster freier abend seit wochen - so fühlt es sich zumindest an.
ich höre nebenbei den EM sound vom dönerladen, in den straßen werden aussschankwagen angerollt, denn morgen startet die BRN!
bunte republik neustadt! ein ehemals linkes, alternatives, inzwischen stark kommerzialisiertes straßenfest mit etwa 100.000 besuchern und einer riesenbühne neben meinem schlafzimmer.
mal sehen, wo ich meine nächte verbringe.
soweit, es wird auch hier nacht und ich freue mich auf mein bett.
auf ein entspannteres leben. weil ER vorausgeht und nicht ich.
jude

2008/05/23

Meldung!

(odpa) Jetzt ist es also offiziell! Länger konnte das Verhältnis der lebenslustigen, jungen J. aus D. mit dem noch jüngeren, attraktiven Liebhaber C. aus R. wohl nicht mehr geheim bleiben.
So machte ihr Management gestern eine offizielle Mitteilung und zitierte dabei J. im Originalton:
"Ja, wir sind offiziell ein Paar!"
Genaueres konnte man ihren Lippen nicht entlocken. Bekannt ist jedoch, dass die beiden bereits in der Vergangenheit eine längere, intensive Beziehung hatten. 
Bei aller Freude bedeutet diese Neuigkeit jedoch auch einen herben Verlust für die verbleibende Männerwelt.
Lange standen die Chancen gut, wenn man vom hohen Anspruch besagter Dame einmal absieht. Nun jedoch scheint es damit endgültig vorbei zu sein.

Wir halten sie auf dem Laufenden!

aus der Redaktion der Regenbogenpresse

2008/05/22

die tote hose

vorgestern morgen fand ich auf dem gehsteig vor meiner haustür eine ausgeblichene lila hose. schlaff und blass, geradezu leblos lag sie auf dem boden. zuerst vermutete ich, sie sei vom alten birnbaum gefallen oder von einer hornisse erstochen worden. doch weit gefehlt. mit ihrem letzten atemzug, es war ein regionalexpress, vertraute sie mir das drama ihres sterbens an: 
sie hatte zuviel gearbeitet. bevor ich angemessen reagieren konnte, sank sie in sich zusammen und hauchte das letzte züglein luft aus dem linken beinflügel.
da war sie nun dahin.
ich begrub die tote hose auf unserem kompost und hoffe, sie wird es gut haben.
und die moral von der geschicht? arbeite zuviel nicht!

stockholm




jajaja, ich hab mich schon lange nicht mehr gemeldet, aber nach meinem urlaub in schweden hab ich vor lauter arbeit keine zeit zum bloggen gehabt. bedauerlich, ich weiß.
hier ein paar eindrücke.


2008/05/04

sternstunden...

ich liiiebe sterne!!! 
und dieser kuchen schmeckte noch besser als er hier auf dem bild aussieht! da waren nämlich nicht nur kirschen innen drin und sterne oben drauf, sondern noch gaaanz viel liebe überall.
ich hatte echt voll den wunderschönen tag und das war ein fettes geschenk, das waren sternstunden...
... nachts das erste päckchen auspacken.
... mit meiner community am morgen frühstücken.
... einen anruf aus schweden bekommen, der eine einladung nach stockholm inkl. flug beinhaltet (geschenkt!!!)
... mich beim kuchen backen austoben.
... nachmittags shoppen und in der umkleidekabine angerufen werden ;-)
... fette hilfe beim auf- und abbauen meiner party.
... ne nette lagerfeuersession mit tollen menschen und tollem essen.
es war einfach geil. danke an gott. danke an euch, meine freunde, die ihr dazu beigetragen habt!!!
stern jude

2008/04/29

achtung kreisverkehr!

juhu, der kreisverkehr wurde neu erfunden!
heute saßen elly, rodger, perry und ich zusammen und beschäftigten uns mit der namensfindung für unser baby, die tanzcrew.
es gab viel gelächter und lustige kreationen. hier eine kleine auswahl:

die vier von der tanzstelle
rodger und die anderen ;-)
step by step
boost irgendwas
pimp your....
brechtänzer
heartbreaker

dreistimmig entschieden wir uns für kreisverkehr. sollte rodger weiterhin zweifel haben, werden wir uns dann doch "rodger und der kreisverkehr" nennen. oder so ;-))
im moment proben wir fleißig für unseren ersten auftritt ende mai. 
ich bin gerade herausgefordert, zum ersten mal im leben, einen standardtanz zu erlernen: salsa.
sehr lustig,v.a. weil der perry das auch noch nicht kann und wir eine sehr resolute und entschlossene tanzlehrerin haben, die fest davon überzeugt ist, dass ihr blaues t-shirt grau ist ;-)))
es macht echt spaß!!!
jude vom kreisverkehr

2008/04/28

ein wochenende mit detlef O.









viele von euch kennen ihn. den detlef. ein ganz ein toller!
ziemlich schräg, ziemlich viele persönlichkeiten, ziemlich verrückt, kreativ, witzig.
ein ziemlich dicker freund von mir. bringt ein paar hundert kilo auf die waage und trotzdem isser sowas wie mein baby... hab mein herzblut da rein investiert. von herzen gern. und jetzt ist er flügge geworden, schafft es auch ohne mich. ich bin sooooo stolz auf ihn.
auf wieder-sehen mein lieber detlef O.!!! ich lieb dich!

2008/04/19

durchziehen

meine hammerwoche! noch nicht vorbei, aber schon über die hälfte ist geschafft!
ich bin froh und dankbar und auch ein bisschen stolz, weil ich irgendwie trotz der vielen arbeit auch viel zeit hatte, mit meiner community zu frühstücken, tiefe gespräche beim mittagessen zu führen, lecker mit freunden whisky zu trinken, eine küche neu zu malern, mit einem kleinen racker und nem freund abend zu essen, jedes tanztraining zu schaffen und v.a. auch zeiten der ruhe mit gott zu haben.
vielleicht ist letzteres das geheimnis. 
ich übe gerade, mich trotz hohem arbeitspensum hinzusetzen und ein paar bibelverse zu lesen. ein bisschen zu beten. ruhe zu genießen.
ich habe diese woche trotz mir vollem tag zeit für ein gespräch genommen und vertraut, dass ich den rest trotzdem auf die reihe kriege. ich übe sachen zu delegieren, weil sie mich beschweren. aufgaben gleich zu erledigen, damit sie mich nicht länger nerven.
ich bin gerade dankbar. und ziemlich müde.
gute nacht
jude

2008/04/18

ästhetik

beim vorbereiten der präsentation für meine predigt wurde ich von neuem überwältigt von der ästhetik in der natur. hier einige hingucker...


2008/04/10

schönstöbern

heute war ich in marburg auf einem studientag und da ich irgendwann nicht mehr aufpassen konnte, stöberte ich in meinen inzwischen unzähligen fotoordnern und fand dieses wunderschöne bild von der letzten CRN. schön, öder?

2008/04/02

satellitenseele

da oben 
zieht er seine kreise
eine wichtige aufgabe 
hat er
da oben
in der weite des alls
eine wichtige mission
soll er erfüllen
sie verlassen sich
auf ihn
seine fähigkeiten
er funktioniert
weit weg
ist er
der satellit
allein
gut, dass er keine seele hat
und keine gefühle

sonst würde er
vielleicht 
aus seiner bahn
ausbrechen.


2008/04/01

Kraft!

Aus eigener Kraft, Herr, vermag ich es nicht,

aber in der Kraft  deines Geistes

gebe ich dir aufs neue mein JA.

Dir will ich angehören

mit ungeteiltem Herzen.

Mitten in meiner unerträglichen Situation

bekenne ich: Du bist mein Gott.

Du bist mir verborgener denn je,

aber ich will dir vertrauen.

Auswegloser als jetzt habe ich

mein Leben nie erfahren, aber du weißt den Weg.

Ich spüre deine Liebe nicht,

aber ich will nicht auf meine Gefühle bauen.

Für alle Zeit bin ich dein.

Du ermisst die Tiefe meines Erschreckens

und weißt um die Dürftigkeit meines Glaubens.

Du nimmst dich meiner Schwachheit an.

Selbst in der äußersten Verlassenheit bist du da.

Ich werde nicht zerbrechen,

denn du wachst über mir.

 

Antje Sabine Naegeli