2006/11/18

alles erziehungssache! oder spannender : die nacht auf dem sofa

dass ich meine nacht in einem andren bett als dem meinen verbringen würde, war mir nicht klar, als ich gestern abend "bunt bemalt" und gestylt loszog, um mit einer freundin die neustadt zu betanzen.
nachts um drei stand ich dann vor der wohnungstüre - vor meiner eigenen wohlgemerkt - und kam nicht rein!
denn der schlüssel meiner treusorgenden und pflichtbewussten und leider auch tiefschlafenden WG- kollegin corinna steckte von innen! ihr handy war ausnahmsweise mal aus, das telefon leise gestellt und mein sturmklingeln wurde verächtlich ignoriert! irgendwann gab ich es auf und freundete mich mit dem gedanken an, die nacht im flur mit corinnas fahrrad zu verbringen.
doch die rettung nahte! alex, mit ihrer tief ausgeprägten badischen gastfreundlichkeit gewährte mir obdach. und nicht nur das, auch ein sofa und schalfsack standen bereit. ich wurde sogar in den schlaf geplaudert :-) praise the lord!
ich gebe es ja zu, die indizien sprachen eindeutig gegen mich: mein schlüsselband (ohne haustürschlüssel, leider für den laien nicht erkennbar) lag auf dem tisch, meine schuhe (ich hatte die anderen an, von meinen zwei paar :-)) standen da, meine tür war zu, das licht logischerweise aus und die rollos waren unten.
was sollte die liebe corinna auch anderes machen, als wohlerzogen (von mir natürlich!) die tür gegen einbrecher abzusichern und zu verschcließen?
und die moral von der geschicht? erzieht eure mitbewohner nicht!
jude

2 comments:

die Alex said...

*hihi* also ich fands lustig! ;-)
und bin auch völlig verwundert über mich, dass ich nachts um 3, mitten ausm tiefschlaf, so zu ner labertasche mutiere... ich werds mit meiner psychologin bereden! *gg*

Anonymous said...

um mich mal hier zu verteidigen, was ja eigentlich gar nicht notwendig ist, weil ich ja sowas von unschuldig bin ...
aber dennoch werde ich mal einen Tatsachenbericht abgeben:
Damals, als wir beide noch jünger waren und uns in das Wagnis einer Wohngemeinschaft stürzten bin ich nie nich auf die Idee gekommen, des Nachts die Wohnungstür zu zuschließen, ich wurde häufig auf diese Maßnahme aufmerksam, wenn ich früh eilig die Wohnung verlassen wollte und meine Herzallerliebste die Tür verschlossen hatte und ich erst wieder meine Handschuhe ausziehen-, meinen Rucksack abstellen- und meinen Schlüssel suchen musste. Die Tür aufschließen musste und dann die Tür ordentlich zu knallen konnte! ich ersparte es mir, die Tür hinter mir zu verschließen.
Mit der Zeit wurde ich öfters und immer öfters ermahnt, die Tür Nachts zu verschließen UND den Schlüssel stecken zu lassen, was die Sicherheit noch mal erhöhen sollte.
Also eigentlich geschieht es der Dame ganz recht, dass sie durch die ganzen Unannähmlichkeiten, Umstände und so weiter, auch mal in anderen Umständen war! Ich wiederrum machte mir an diesem Morgen Sorgen, ob es Judith besonders schlecht geht, weil sie ewig nicht aufgestanden ist (ich dachte ja, sie schlummert ...)
Und vor allem, ist es gar nicht sicherer, wenn man den Schlüssel stecken lässt!
Inzwischen wird bei uns übrigens selten noch abgeschlossen ;o)